Arbeit am und mit dem Pferd ist eine Möglichkeit zur Charakterbildung

Ich sehe die Beschäftigung mit Pferden im weitesten Sinne als eine Möglichkeit zur Charakterbildung und möchte dies auch in meinem Unterricht vermitteln.
Es geht nicht darum, so schnell wie möglich Piaffe, Passage, Levade o.ä. reiten zu können, sondern ein tiefes Verständnis für die inneren und äußeren Gegebenheiten des Pferdes und des Reiters zu gewinnen.

Es geht darum, das Pferd geschmeidig zu machen und ihm zu ermöglichen, die Hanken, so weit es seine körperliche Beschaffenheit erlaubt, zu beugen.
Dann fängt Reiten an, Freude zu machen, und zwar sowohl dem Reiter als auch dem Pferd. Wenn Reiten Kraftanstrengung bedeutet, geht grundsätzlich etwas schief und man sollte einen neuen Ansatz suchen.

Es ist gut, nach Möglichkeit nie etwas GEGEN das Pferd durchsetzen wollen, sondern immer einen Weg zu suchen, der GEMEINSAM begehbar ist. Das heißt nicht, dass ich nichts verlange vom Pferd. Auch einem Pferd kann es Befriedigung geben, gefordert und gefördert zu werden! Aber nie darf das Vertrauen des Pferdes in seinen Reiter verloren gehen!

Also: keep cool und behalte Deinen Humor!

Wichtig für das klassische Reiten sind:

  • Die Liebe zum Pferd und die Bereitschaft, ein tiefes Verständnis für das Tier zu entwickeln
  • Genauigkeit und Konsequenz
  • Geduld
  • Humor
  • Geistiges Gleichgewicht: das Verständnis darüber, was, wie und wie viel von einem Pferd verlangt werden kann
  • Energie, d.h. Durchsetzungsvermögen, sodass das Pferd den Reiter respektieren kann
  • Die Bereitschaft, Probleme nicht verdrängen, sondern lösen zu wollen und noch Spaß dabei zu haben.