"Reiten ist wie Tanzen"

Der Reiter ist in diesem Fall der "Herr" und das Pferd die "Dame".

Der eine muss lernen, gut und sicher zu führen, der andere, sich vertrauensvoll führen zu lassen.

Beim Reitunterricht möchte ich dem Reiter vermitteln, wie er seinen Körper optimal einsetzen kann, um die bestmögliche Harmonie mit dem Pferd zu erreichen.

Dabei geht es hauptsächlich darum, den Sitz des Reiters zu verbessern, damit alle zur Verfügung stehenden Hilfen (Gewicht, Schenkel, Becken, Hand) dem Pferd helfen, zu verstehen, was der Reiter von ihm möchte.

Zentraler Bestandteil und Beginn der gemeinsamen Arbeit auf dem Weg zum Tanz mit dem Pferd ist die Bodenarbeit.

Die "Dame" Pferd muss zunächst einmal vorbereitet werden, damit sie die nötigen Muskeln entwickelt, um den "Herrn" Reiter tragen zu können:

  • Seitengänge an der Hand ermöglichen dem Pferd, das innere oder äußere Hinterbein unter den Schwerpunkt zu setzen und die Muskeln zu entwickeln, die gebraucht werden, um einen Reiter ohne Schaden tragen zu können.
  • Longenarbeit hilft, die Biegung in der Bewegung zu erlernen. Die Longenarbeit mache ich normalerweise ohne Hilfszügel, nur in seltenen Ausnahmefällen nehme ich einen Wienerzügel zu Hilfe.
  • Fahren vom Boden oder Doppellongenarbeit ist eine Vorbereitung für junge Pferde, um die Zügelhilfen zu erlernen und für schon ausgebildete Pferde, um später am langen Zügel gearbeitet werden zu können.


Die Ausbildung unter dem Reiter soll dem Pferd die Möglichkeit geben, auf die verschiedenen Hilfen richtig zu reagieren und in Balance unter dem Reiter erst einmal vorwärts zu gehen. Später kommen die Seitengänge hinzu.

Jedes Pferd braucht seine eigene Zeit, um die Lerninhalte verstehen und umsetzen zu können.

Jeder Reiter braucht seine eigene Zeit, um seinen Körper optimal einsetzen zu können.

Hengstpräsentation
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